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1zu1 investiert sieben Millionen Euro in Erweiterung und Maschinen

Investieren 6 Mio. Euro: Die Geschäftsführer von 1zu1, Hannes Hämmerle (links) und Wolfgang Humml.
 
Erweiterungsbau, neue Anlagen, zusätzliche Betriebsausstattung: „2019 und 2020 werden für uns sehr investitionsintensive Jahre“, schildert 1zu1-Geschäftsführer Hannes Hämmerle. Das Dornbirner High-Tech-Unternehmen plant für das laufende Jahr Investitionen von rund zwei Millionen Euro, für 2020 rund fünf Millionen Euro. Zum Vergleich: 2018 lag die Gesamtinvestition bei rund 1,3 Millionen Euro.

Bereits im Herbst wird am Firmensitz in Rhomberg’s Fabrik die erste Etappe der Erweiterung abgeschlossen. Die Produktion wächst um 500 Quadratmeter. Anschließend kann 1zu1 die bestehende Produktion optimal organisieren. Ende des Jahres startet dann die zweite Bauetappe, bei der nochmals 2000 Quadratmeter Büro- und Produktionsfläche geschaffen werden.

3D-Druck boomt
Auch bei den Produktionsanlagen laufen mehrere Beschaffungsprojekte. Noch im Herbst geht eine Lasersinter-Anlage neuester Bauweise in Betrieb. Mit Kosten von fast einer Million Euro ist es die größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte. Die Anlage ermöglicht einen wesentlich größeren Output bei geringeren Stückkosten.

„Damit reagieren wir die Entwicklung beim 3D-Druck“, schildert Co-Geschäftsführer Wolfgang Humml. Er wird immer öfter für Kunststoff-Serienteile eingesetzt. Die Folge: stark steigende Nachfrage bei gleichzeitig sinkenden Preisen. Zuwächse verzeichnet der Geschäftsbereich Rapid Tooling und hier speziell der Spritzguss.

Rückgänge bei Prototypen
Rückgänge verzeichnet 1zu1 hingegen bei der Fertigung von Prototypen, insbesondere beim Vakuumguss. „Viele Kunden verschieben derzeit ihre Entwicklungsprojekte“, stellt Humml fest. Dies betreffe alle Branchen und alle Regionen, speziell aber Autohersteller und ihre Zulieferer. 1zu1 erwartet daher erstmals seit der Gründung von 23 Jahren einen leichten Umsatzrückgang von rund 19 Millionen Euro im Jahr 2018 auf 18 Millionen Euro in diesem Jahr.

Auch die Zahl der Mitarbeiter geht in diesem Jahr um circa zehn leicht zurück. Dies sei aber vor allem dem Fachkräftemangel geschuldet, betont Geschäftsführer Hämmerle: „Wir suchen nach wie vor qualifizierte Mitarbeiter.“ Interessierte Quereinsteiger, die einen handwerklichen Beruf erlernt haben, sind genauso willkommen wie Facharbeiter aus der Kunststoff‐ und Metallbranche.

Mittelfristig will 1zu1 weiter klar wachsen: „Mit dem aktuellen Investitionsprogramm schaffen wir die Basis dafür“, schildert Hämmerle. Dazu würden auch die Strukturen und Abläufe innerhalb des Betriebs laufend angepasst: „1zu1 wächst zu einem Unternehmen mittlerer Größe.“

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